Ausdruck aus der Website http://www.projekt-natour.org am 28.05.2017 · 11:25

an den Drucker senden ...
Naturparke Südeifel und Nordeifel gewinnen Landeswettbewerb
Tourismus für Alle - Entwicklung barrierefreier Modellregionen in Rheinland-Pfalz
© Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung RLP
Wirtschaftsministerin Eveline Lemke überreichte am 05. Februar 2016 in Mainz die Auszeichnung als Modellregion „Tourismus für Alle“ an die Vertreter der Nord- und Südeifel.

Irrel / Prüm, 10. Februar 2016: Die Nord- und Südeifel gehören zu den zehn Modellregionen in Rheinland-Pfalz, die sich durch ihren Sieg beim landesweiten Wettbewerb „Tourismus für Alle - Entwicklung barrierefreier Modellregionen in Rheinland-Pfalz“ den exklusiven Zugriff auf Fördermittel aus dem EFRE-Strukturfonds gesichert haben.
© Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung RLP
Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die Fachjury und die fünf Siegerregionen der zweiten Wettbewerbsrunde bei der Urkundenverleihung „Tourismus für Alle“ in Mainz

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke zeichnete die Sieger der zweiten Runde persönlich aus. „Urlauber, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind eine wichtige Zielgruppe im Tourismus-Sektor, die wir willkommen heißen möchten. Insbesondere Senioren reisen viel und gerne und bevorzugt innerhalb Deutschlands. Und natürlich kommen barrierefreie Angebote vielen Menschen zugute: Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, freuen sich genauso darüber wie in ihrer Aktivität eingeschränkte Personen“, sagte die Ministerin bei der Preisverleihung in Mainz.

Die fünf Besten der zweiten Runde sind neben der Nord- und Südeifel, die Regionen Bad Kreuznach - Bad Münster am Stein-Ebernburg, Speyer-Rheinpfalz, Saar-Obermosel und Germersheim. In der ersten Runde hießen die Siegerregionen Ahrtal, Bad Dürkheim und Neustadt, Pfälzer Bergland, Südliche Weinstraße und Vulkaneifel. Insgesamt haben sich 28 Regionen dem Urteil der unabhängigen Fachjury gestellt.

„Unter Federführung des Zweckverbandes Naturpark Südeifel haben sich alle Touristinformationen der Verbandsgemeinden Arzfeld, Bitburger Land, Prüm, Speicher, Südeifel und Trier-Land sowie die Stadt Bitburg, die Wirtschaftsförderung des Eifelkreises Bitburg-Prüm und der Naturpark Nordeifel zu einem effektiven touristischen Netzwerk zusammengefunden und einen gemeinsamen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Diese gemeinsame Strategie hat zum Erfolg geführt“, so Landrat Dr. Joachim Streit.

Die Naturparke Südeifel und Nordeifel haben die touristischen Themen Wandern und Naturerleben gezielt in den Vordergrund gerückt. Mit der geplanten Entwicklung zur Pilotregion für barrierefreie Komfortwanderwege bietet sich die Chance, über die Schaffung eines Leuchtturm-Angebotes die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich bundesweit als Vorreiter zu profilieren.

Eine unabhängige Jury schätzte den Innovationsgrad des Wettbewerbsbeitrags aus der Eifel als hoch ein, da bislang noch keine Region die Qualitätskriterien für Wanderwege mit den Kriterien für Barrierefreiheit nach dem Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ kombiniert hat. Eine sehr wichtige Funktion zur Vernetzung und zur Koordination der Zusammenarbeit sowie für das Qualitätsmanagement nimmt darüber hinaus die neu einzurichtende Stelle des Innovationsmanagers ein. Dank der innovativen Projektidee, der Vielzahl bereits identifizierter Partnerbetriebe und des Innovationsmanagers wird auch seitens des Landes eine hohe Impulswirkung erwartet, die sich positiv auf den regionalen Wirtschaftskreislauf auswirken wird.

Die Modellregion Nord- und Südeifel hat als Siegerregion nun die Möglichkeit, beim Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz für ihre Konzepte Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen der EFRE-Förderperiode 2014 bis 2020 für öffentliche touristische Infrastruktur-Vorhaben zu beantragen. Für Investitionen gewerblicher Beherbergungs-, Gastronomie- und Campingbetriebe zur Schaffung von Barrierefreiheit ist in den Siegerregionen beider Wettbewerbsrunden ab sofort eine weitere Förderung aus EFRE-Mitteln über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) möglich.

© 2017 · Ein Service des Naturpark Südeifel e.V.